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Durch die Corona-Wörtersammlung habe ich manches gelernt. Dank der Auswahlkriterien (Neologismen + zuvor seltene Wörter) schwoll die Sammlung z.B. auf über 30.000 Wörter an. Ich werde derlei nicht wieder tun. Nach Corona sollte es weiter gehen mit dem Klimawandel, wünschten sich manche. Ich hatte keine Lust darauf und sprachlich tat sich auch nichts. Dann kam der Krieg und die Zeitenwende. Wieder fallen mir Wörter auf, die in die Alltagsprache einziehen, die 'Fähigkeitslücke' etwa des Bewerbers oder des Saugroboters, aber auch Wörter, deren Gebrauch sich verändert. Solche notiere ich heute. Beispiele:
Truppe
"5.000 Truppen in Litauen stationieren"
Eine 'Truppe' = ein Soldat; s. engl. 'Trooper'.
Aufwuchs
"Der Aufwuchs der Bundeswehr"
'Aufwachsen' = 'wachsen', nicht wie Kinder aufwachsen.
verteidigen
"500 Drohnen sind nicht zu verteidigen"
Die Drohnen sollen hier nicht 'verteidigt' werden, sondern abgewehrt.
Über Hinweise (an post[at]hor.de) auf ähnliche Wortwandlungen freue ich mich.
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Von Leo Ensel gibt es das 'Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit' (auch in Print und als Podcast), das die Kriegsschwurbelei dokumentiert, was später nützlich sein kann (wer wars?) und heute Warnung oder Schauerliteratur, eher Zitatenschatz als Wörtersammlung. [ www.nachdenkseiten.de/?tag=woerterbuch-der-kriegstuechtigkeit ]